Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) Süd ist gestartet

Mit einem länderübergreifenden Multiplikatoren-Workshop nahm RENN.süd am 3. Dezember in Ulm ihre Arbeit auf. Aufgabe der von der Bundesregierung auf Empfehlung des Rats für Nachhaltige Entwicklung eingerichteten vier RENN-Stellen ist es, die Nachhaltigkeits­strategien von Bund, Ländern und Kommunen besser mit den Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft zu vernetzen und zu fördern. Den RENN-Stellen stehen für die Dauer von fünf Jahren insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Aus Bayern kamen VertreterInnen von zwei Stiftungen (anstiftung und Schweisfurth-Stiftung), vom Transition Haus in Bayreuth, von bluepingu e.V. in Nürnberg, Julia Post (Initiatorin des Projekts Coffee to go again), Klimakom e.G., München und Thomas Ködelpeter, der für die ANU Bayern und das Bündnis Nachhaltigkeit Bayern teilnahm.

Träger von RENN.süd sind das Nachhaltigkeitsbüro der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, Baden-Württemberg (LUBW) und das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V., Nürnberg.

Von den eingeladenen Multiplikatoren wollte man vor allem wissen, in welchen Bereichen nachhaltiger Entwicklung sie tätig und mit wem sie vernetzt sind, auf welcher Ebene sie wirken und welchen Unterstützungsbedarf sie für ihre Nachhaltigkeitsarbeit sehen.

Von RENN.süd ist nicht daran gedacht neue Netzwerke oder Doppelstrukturen aufzubauen, sondern bestehende Netze und Organisationen sollen gefördert und zur weitergehenden Kooperation ermutigt werden. Auf Partizipation und Bildung für nachhaltige Entwicklung legen die Verantwortlichen von RENN.süd besonderen Wert.

Die Entwicklung einer gemeinsamen Vision wird Thema eines zweiten Workshops sein. Ein Treffen der MultiplikatorInnen soll jährlich stattfinden.

Wie kann eine Zusammenarbeit mit RENN.süd aussehen?  Veranstaltungen und Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung können, so sie in Kooperation mit RENN.süd geplant und durchgeführt werden, gefördert werden.

Der offizielle Auftakt findet am 11.März 2017 von 10.00 – 17.00 Uhr im Stadthaus Ulm statt. Im Hauptvortrag spricht Prof. Dr. Reinhard Loske (Universität Witten/Herdecke) über „Städte und Gemeinden als Reallabore der Nachhaltigkeit. Was wir gemeinsam tun können“.

Zu den am Nachmittag vorgesehen Thementischen zu „Erfahrungsaustausch und Vernetzung“ können bis zum 11. März Vorschläge an Gerd Oelsner (LUBW, Mail: birgit.bastian@lubw.bwl.de) eingereicht werden.

Thomas Ködelpeter