Gründungsveranstaltung des Bündnis Nachhaltigkeit Bayern

Am Donnerstag, den 24. März 2011 haben achtzehn gemeinnützige Organisationen offiziell das „Bündnis Nachhaltigkeit Bayern“ (BNB) gegründet. Die Gründungsorganisationen mit ihren insgesamt mehr als 150.000 angeschlossenen Mitgliedern engagieren sich im ökologischen, ökonomischen und sozio-Kulturellen Bereich. Ziel des Bündnisses sind die Bündelung fachlicher Kompetenzen und die Erarbeitung konkreter und konstruktiver Vorschläge für die Nachhaltigkeitspolitik in Bayern.

Die Gründung des „Bündnis Nachhaltigkeit Bayern“ erfolgt fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, ressortübergreifend eine neue Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie zu erarbeiten. Unter anderem hat sich die Regierung vorgenommen, den bayerischen Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 bis zum Jahr 2030 auf unter 5 Tonnen zu senken. Bislang ist jedoch, so das „Bündnis Nachhaltigkeit Bayern“ in einer ersten Stellungnahme, nicht erkennbar, wie dieses Klimaschutzziel mit den bisherigen Aktionsprogrammen der Regierung erreicht werden kann.

Joachim Hamberger (Verein für Nachhaltigkeit e.V.) und Martin Glöckner (Green City e.V.), die frisch gewählten Sprecher des Bündnisses, erklären: „Das Bündnis Nachhaltigkeit Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, wenn die Staatsregierung in den kommenden Wochen das Strategiepaper vorstellen wird, die Regierung an ihrem eigenen Anspruch von vor einem Jahr zu messen.“ Die Staatsregierung hatte verkündet, einen effektiven Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zum „Grundprinzip für die gesamte Politik der Staatsregierung“ zu machen. Die konkrete Umsetzung der Strategie soll in den nächsten Jahren kritisch und konstruktiv begleitet werden.

Das Bündnis Nachhaltigkeit Bayern ist keine neue Dachorganisation der bayerischen Umweltgruppen. Vielmehr schafft das gemeinsame Bündnis die Möglichkeit, gemeinsam wirkungsvolle, politische Lobbyarbeit für Nachhaltigkeit in Bayern zu betreiben. Das Bündnis hat sich hierfür fachlich breit aufgestellt: Für sieben Sachbereiche, wurden kompetente Sprecher gewählt, das fachliche Spektrum reicht vom aktuellen Brennpunktthema Energie bis zu Fragen der Wirtschaft, Mobilität oder des Naturschutzes.

Pressemitteilung als pdf: BNB.Gruendung_25.03